Dirndl- und Trachtenmode im Vergleich!

Trachten sind weit mehr als bloße Kleidungsstücke – sie sind ein Symbol für Tradition und kulturelle Verbundenheit. In den letzten Jahren erleben sie eine wahre Renaissance: Auf Volksfesten, Hochzeiten und sogar in der High Fashion sind sie präsenter denn je. Interessanterweise ist diese Rückbesinnung auf Heimat und Tradition nicht nur ein Phänomen in der Region Oberbayern. International renommierte Designer wie Karl Lagerfeld haben sich von der alpenländischen Tracht für Kollektionen wie die „Métiers d’Arts“ 2014 für Chanel inspirieren lassen. Entsprechend haben wir von Chiemseer-Dirndl uns mit den unterschiedlichen Regionen der Trachten auseinandergesetzt und unsere Funde im folgenden Überblick zusammengetragen.

Die Geschichte der deutschen Tracht

Trachten blicken auf eine reiche Geschichte zurück, die das kulturelle und soziale Leben in Deutschland über Jahrhunderte geprägt hat. Die Bedeutung von Trachten als sozialer Indikator ist nicht zu unterschätzen. Durch die Wahl der Kleidungsstücke und Accessoires wurde klar signalisiert, woher jemand kam, welchem Stand man angehörte und sogar, ob man verheiratet war oder nicht. Es gibt sogar Anzeichen dafür, dass die Anzahl und Art der Knöpfe, die auf einer Weste oder einem Mieder saßen, Informationen über den Wohlstand der Trägerin oder des Trägers vermittelten.

Historisch betrachtet, waren Trachten auch ein Ausdruck der politischen und religiösen Zugehörigkeit. In katholischen Gebieten Deutschlands waren sie bunt und lebensfroh, während sie in evangelischen Gebieten die klaren Linien der Reformation widerspiegelten. Mit dem 19. Jahrhundert kamen jedoch Veränderungen: Der Einfluss der städtischen Mode und die Entstehung von Trachtenvereinen, die sich für die Erhaltung der traditionellen Kleidung einsetzten, führten zu einer Transformation der Trachtenlandschaft.

Trachten-Hochburgen im Vergleich

Die vielfältige Welt der deutschen Trachten ist ein Spiegelbild regionaler Kulturen, Traditionen und historischer Entwicklungen. Obwohl viele Menschen bei dem Wort „Tracht“ unweigerlich an das bayerische Dirndl oder die Lederhose denken, erstreckt sich die Trachtenlandschaft in Deutschland weit darüber hinaus. Von den grünen Tönen der Chiemgauer Trachten, die die fröhliche und lebenslustige Mentalität der Menschen rund um den Chiemsee widerspiegeln, bis hin zu den farbenfrohen und vielfältigen Fränkischen Trachten, die durch die konfessionelle Mischung der Bevölkerung beeinflusst sind – jede Region hat ihre eigene, einzigartige Trachtenkultur. In Schwaben zum Beispiel zeichnen sich die Trachten durch hochgeschlossene Blusen für die Damen und farbenfrohe Westen für die Herren aus. Im Werdenfelser Land hingegen dominieren erdige Töne und natürliche Materialien. In diesem Artikel tauchen wir tief in die Besonderheiten dieser regionalen Trachten-Hochburgen ein und beleuchten, was sie so einzigartig macht.

Chiemgauer Trachten

In der idyllischen Chiemgau-Region spielt die Farbe Grün eine Hauptrolle in der traditionellen Tracht. Diese Farbe reflektiert nicht nur die landschaftliche Schönheit der Umgebung, sondern steht auch symbolisch für die enge Verbindung der Menschen mit der Natur. Muster, die Elemente der Natur und des ländlichen Lebens integrieren, zieren die Dirndl der Frauen und die Lederhosen der Männer. Aber was wirklich die Chiemgauer Trachten abhebt, ist der traditionelle Hut. Dieser wird oft mit verschiedenen Accessoires wie Federn, Blumen oder sogar kleinen Tierfiguren geschmückt. Solch eine Kopfbedeckung ist nicht nur ein modisches Statement, sondern oft auch ein Ausdruck der Persönlichkeit und des Lebensstils des Trägers. Zudem sind Haferlschuhe mit ihrer seitlichen Schnürung ein wichtiger Bestandteil der Trachtenausstattung und werden oft mit großer Sorgfalt ausgewählt.

Schwäbische Trachten

Die Schwäbische Tracht bringt Farbe ins Spiel und lebt von der Vielfalt ihrer Designs. Männer tragen in der Regel Kniebundlederhosen, die je nach Anlass mit bestickten oder bedruckten Westen kombiniert werden. Bei der Damenmode steht die hochgeschlossene Bluse im Vordergrund, die oft durch kunstvolle Stickereien oder Spitzenapplikationen ergänzt wird. Auch die Kopfbedeckungen sind ein integraler Bestandteil der schwäbischen Tracht: Von filigranen Hauben bis hin zu prachtvollen Hüten, hier wird jeder Kopf individuell geschmückt. Oftmals sind diese Kopfbedeckungen reich verziert und können eine Menge über die Trägerin oder den Träger aussagen. Die Auswahl des richtigen Schuhwerks ist ebenfalls von großer Bedeutung, wobei hier oft auf traditionelle Schnallenschuhe oder Stiefel zurückgegriffen wird.

Werdenfelser Trachten

Die Werdenfelser Tracht ist ein faszinierendes Ensemble traditioneller Handwerkskunst und stilvoller Eleganz, welche die kulturelle Identität des Werdenfelser Landes repräsentiert. Bei den Herren ist die Tracht geprägt durch ein weißes Leinenhemd mit edlen Biesen, kurze schwarze Hirschlederhosen mit grünen oder gelben Stickereien und eine Reihe von Accessoires, die von handgestrickten Strümpfen bis zu silbernen Ketten reichen. Ein Binder und ein Lederstück mit Federkielstickerei, genannt „Ranzen“ ergänzen das Ensemble. Für die Damen besteht die Tracht aus einem weit gefalteten Rock und einem gesmoktem Oberteil, die beide durch ihre Handwerkskunst bestechen. Frauen tragen außerdem einen prachtvollen dunkelgrünen Hut, der „Werdenfelser Scheibling“, und eine lange Miederkette aus Silberstahl. Beide Geschlechter zeigen eine Vorliebe für dunkelgrüne Elemente und detailreiche Accessoires, die von handgeknüpften Fransen bis zu Silberstahl-Schmuck reichen. Insgesamt ist die Werdenfelser Tracht ein lebendiges Zeugnis der regionalen Tradition, das von einer tiefen Verbundenheit zur Heimat spricht.

Fränkische Trachten

Die Trachten in Franken sind ein echtes Kaleidoskop der Farben und Formen. Aufgrund der konfessionellen Vielfalt in der Region gibt es hier eine große Bandbreite an Stilen. Der Frankenhut, oft in Form eines Dreispitzes, ist ein auffälliges Merkmal der männlichen Tracht. Er wird oft mit Kordel und Halstuch getragen, was dem Outfit eine gewisse Eleganz verleiht. Frauen tragen gerne Mieder und Schürzen, die durch ihre Farbgebung und ihr Design auffallen. Der Kontrast zwischen katholischen und evangelischen Gebieten zeigt sich auch hier: Während in katholischen Gebieten oft leuchtende Farben und auffällige Muster dominieren, sind die Trachten in evangelischen Gebieten eher schlicht und zurückhaltend. Die Schuhe variieren von traditionellen Trachtenstiefeln bis hin zu modernen Interpretationen.

Fazit

Trachtenmode ist mehr als nur ein Kleidungsstück; sie ist ein Ausdruck von kultureller Identität und traditionellem Erbe. In einer Zeit, in der Massenproduktion und Schnelllebigkeit dominieren, stellt die Renaissance der Trachten einen Gegenpol dar. Sie erinnert uns an die Bedeutung von Heimat, Tradition und Handarbeit und hat nicht nur in Deutschland, sondern auch international ihre Relevanz bewiesen. Während die historische Tracht nur noch selten im Alltag getragen wird, erlebt die moderne Trachtenmode einen regelrechten Trend und wird zunehmend auch in der urbanen Mode immer beliebter. Tradition und Moderne verschmelzen auf spannende Weise miteinander, wodurch Dirndl und Trachten einen festen Platz in der deutschen Modekultur gefunden haben. Ob Chiemgauer, Schwäbische, Werdenfelser oder Fränkische Trachten, jede hat ihre eigene Geschichte und Bedeutung und trägt dazu bei, die kulturelle Vielfalt Deutschlands zu unterstreichen.

Schwäbische Trachten: Tradition und Moderne

Die Schwäbische Tracht, ein Symbol der kulturellen Identität und des Stolzes in Baden-Württemberg, ist ein Zeugnis der deutschen Volkskultur. Die Trachten kommen, neben den zahlreichen Volksfesten, immer häufiger auch als Fest- und Freizeitkleidung zum Einsatz. Die ursprüngliche Arbeitskleidung durchlebt derzeit einen Mode-Trend und entwickelt sich mit den modernen Gesellschaftsnormen weiter. Gibt es noch Gemeinsamkeiten zu den traditionellen Wurzeln der Württembergischen Tracht? In diesem Artikel werden wir die Historie der Schwäbischen Tracht erkunden, uns ihre heutigen Einsatzmöglichkeiten ansehen, die charakteristischen Merkmale der Herren- und Damenmode unterscheiden und die Abgrenzung zur bayerischen Tracht aufzeigen. Bei Fragen helfen wir von Chiemseer-Dirndl gerne weiter!

Ursprung der Schwäbischen Tracht und heutige Einsatzmöglichkeiten

Die Ursprünge der Schwäbischen Tracht sind tief verwurzelt in der Geschichte und Kultur Baden-Württembergs. Ursprünglich diente die Tracht dazu, soziale Indikatoren wie die Religion oder den Familienstand abzulesen. Es gab sogar Berufstrachten, die Aufschluss über die Tätigkeit des Trägers gaben. Die Tracht war ein Kleidungsstück des Volkes, bis Ende des 19. Jahrhunderts auch die Adeligen und Herrscher zur Tracht griffen und diese mit hochwertigen Materialien aufwerteten. Heute wird die klassische Tracht fast ausschließlich von Trachtenvereinen bei Festlichkeiten präsentiert.

Die Schwäbische Tracht hat ihren großen Auftritt auf den zahlreichen Volksfesten in Baden-Württemberg. Zu den bekanntesten Veranstaltungen gehören das Stuttgarter Frühlingsfest im Frühling und das Cannstatter Volksfest im Herbst. Diese Festivals ziehen Tausende von Besuchern an und bieten die ideale Bühne für die traditionellen Ensembles. Weitere beliebte Anlässe, um die Schwäbische Tracht zu tragen, sind die Heidelberger Schlossbeleuchtung, das Seenachtfest in Konstanz, das Rutenfest in Ravensburg sowie das Maifest und die Mess in Mannheim. Als eine der bekanntesten Weinbauregionen Deutschlands veranstaltet Baden-Württemberg auch zahlreiche Wein- und Winzerfeste, bei denen die Tracht eine wichtige Rolle spielt.

Merkmale der Schwäbischen Tracht Mode

Herren Tracht

Die Herren der Schwäbischen Tracht tragen charakteristische Beinkleider, die bis über das Knie reichen und dort mit einem Bündchen abschließen, bekannt als Kniebundlederhosen. Im Gegensatz zu ihren bayerischen Kollegen tragen die Herren aus Württemberg selten Loferl, die ein typisch oberbayerisches Accessoire sind. Statt des üblichen Karohemdes gehört ein weißes Leinenhemd zur Tracht. Die Westen sind farbenfroh und mit eng nebeneinander liegenden Münzaufnähern verziert. Die Westen haben häufig eine Knopfleiste und einen Rücken aus Sticksamt mit den typischen schwäbischen Schlitzen.

Die Herrenkopfbedeckungen sind ein bedeutendes Merkmal der Schwäbischen Tracht. In ganz Baden-Württemberg findet man eine Vielfalt an Kopfbedeckungen, die jeweils ihren eigenen Charme und ihre eigene Geschichte haben. zu den verbreitetsten gehören:

  • Knickzylinder: Der Knickzylinder ist eine elegante Wahl für festliche Anlässe. Er zeichnet sich durch seinen charakteristischen Knick an der Vorderseite aus, der ihm eine besonders ansprechende Optik verleiht.
  • Dreispitz: Dieser Hut erinnert an die prunkvollen Hüte des 18. Jahrhunderts. Er hat drei spitz zulaufende Kanten und strahlt klassische Eleganz aus.
  • Hörnerkappe: Die Hörnerkappe ist eine traditionelle und praktische Wahl. Sie hat ihre Wurzeln in der bäuerlichen Tradition und ist durch ihre Form leicht erkennbar.
  • Radhaube: Die Radhaube ist eine besonders auffällige Kopfbedeckung. Sie ähnelt einem runden Hut und ist mit einem dekorativen Netz oder Tüll versehen, was ihr einen bezaubernden Look verleiht.
  • Bollenhut: Der Bollenhut ist weltweit bekannt und ein Symbol der Schwarzwälder Tracht. Er zeichnet sich durch seine mit roten Bollen geschmückte Spitze aus und ist ein faszinierendes Beispiel für traditionelle Handwerkskunst.

Damen Tracht

Die Damenmode der Schwäbischen Tracht zeichnet sich durch ihre Hochgeschlossenheit aus. Im Gegensatz zu den bayerischen Dirndlblusen sind die Dirndlblusen der Württembergerinnen hochgeschlossen. Der Schleifen-Kodex ist in dieser Region weniger verbreitet, aber verheiratete und unverheiratete Frauen unterscheiden sich durch die Farbe ihrer Schürze: Dunkle Schürzen für Verheiratete und helle für Unverheiratete. Die Rocklänge ist minimal auf Höhe der Waden, aber idealerweise endet der Saum kurz über dem Boden. Das Halstuch, mit Muschelspitze gesäumt, wird als Nackenschlingtuch getragen, das den Hals umschließt und die Zipfel auf den Rücken herabhängen lässt.

Unterschiede zur bayerischen Tracht

Die Schwäbische Tracht weist einige markante Unterschiede zur bayerischen Tracht auf. Während bayerische Männer überwiegend kurze Lederhosen tragen, reichen die Beinkleider der württembergischen Tracht bis übers Knie und schließen dort mit einem Bündchen ab. Die Herren aus Württemberg tragen auch keine Loferl, die ein rein oberbayerisches Accessoire sind. Bei den Damen unterscheiden sich die Trachten durch das Dekolleté der Dirndlbluse und die Art der Dirndlschürze. Während Bayerns Frauen recht „offenherzig“ zum Festplatz gehen, zeigen sich Württembergerinnen stets hochgeschlossen. Der berühmte Schleifen-Kodex der bayerischen Tracht ist in Württemberg nicht vorhanden.

Fazit

Die Schwäbische Tracht ist ein lebendiges kulturelles Erbe, das die Geschichte und Traditionen von Baden-Württemberg in sich trägt. Die Tracht, die einst soziale Indikatoren und Berufe symbolisierte, wird heute bei zahlreichen Festlichkeiten und Volksfesten stolz präsentiert. Die charakteristischen Merkmale der Herren- und Damenmode sowie die Unterschiede zur bayerischen Tracht verleihen der Schwäbischen Tracht ihre einzigartige Identität. Die Vielfalt der Kopfbedeckungen und Accessoires zeigt die regionale Variabilität und die Liebe zum Detail. In einer Zeit, in der die moderne Mode oft im Vordergrund steht, erinnert die Schwäbische Tracht an die reiche Geschichte und Kultur dieses faszinierenden Teils Deutschlands.

Chiemgauer Trachten: Tradition aus Chiemgau

Die Chiemgauer Trachten sind eine der bekanntesten Trachtenarten in Deutschland. Sie verkörpern die traditionelle Kleidung der Menschen in der Chiemgauer Region, die sich im südlichen Bayern befindet. Diese Tracht ist nicht nur ein Ausdruck der Verbundenheit mit der Heimat und den Wurzeln, sondern auch ein modisches Statement und Ausdruck von Stolz und Identität. Bei Chiemseer-Dirndl legen wir großen Wert auf Authentizität und werden uns in diesem Artikel etwas näher mit dem Ursprung der Chiemgauer Tracht und den charakteristischen Merkmalen der Herren- und Damenmode beschäftigen.

Ursprung der Chiemgauer Tracht


Die Geschichte der Chiemgauer Tracht reicht weit zurück und ist eng mit der bäuerlichen Kultur der Region verbunden. Ursprünglich diente die Tracht als Arbeitskleidung und zeigte die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Region oder Gemeinde. Mit der Zeit entwickelte sich die Chiemgauer Tracht zu einem wichtigen Element der regionalen Identität und wurde auch bei Festen und Feierlichkeiten getragen.


Merkmale der Chiemgauer Tracht Mode

Die Chiemgauer Trachten sind bekannt für ihre Vielfalt und charakteristischen Merkmale, wobei der Hut als markantes Element und die Grüntöne als dominierende Farben der Tracht hervorstechen. Heutzutage wird diese traditionelle Kleidung von verschiedenen Gruppen wie Trachtenvereinen, Gebirgsschützen, Musikkapellen und zahlreichen Burschenvereinen mit Stolz und Hingabe gepflegt.

Herren Tracht


Ein zentrales Element der Chiemgauer Männertracht Ist der Hut, wobei drei gebräuchliche Formen besonders hervorstechen: Der Aschauer Hut, ein spitzer grüner Hut aus Velours, der Rundscheibling aus Berchtesgaden und der Hohenaschauer Stopselhut. Diese Hüte sind häufig mit verschiedenen Jagdtrophäen geschmückt, die je nach Vereinszugehörigkeit Gamsbärte, Adlerflaum oder Spielhahnfedern sein können. Traditionell werden diese Hüte nur in besonderen Situationen abgenommen, etwa beim Betreten von Kirchen oder bei kirchlichen Handlungen im Freien.

Das weiße Hemd, auch als Pfoad bekannt, ist ein weiteres zentrales Element der Chiemgauer Männertracht. Die Lederhosen, die gerne mit Hosenträgern getragen werden, verleihen der Tracht einen rustikalen und authentischen Look. Dazu gehört die Trachtenweste, auch Laibl genannt, die beispielsweise mit hellgrünen Eichenlaub-Filz verziert werden. Zu festlichen Anlässen und Trauerfeiern tragen die Männer vorzugsweise den forstgrünen Anzug mit Hose, Laibl und der charakteristischen Chiemgauer Joppe in diversen Grüntönen. Die klassischen Accessoires wie Charivari, Hornschnitzereien oder ein Hirschfänger (Trachtenmesser) ergänzen die Männertracht und werden mit schwarzen Haferlschuhen komplettiert.

Damen Tracht


Auch die Damen der Chiemgauer Region haben eine vielfältige Auswahl an Trachten. Der Hut spielt auch hier eine wichtige Rolle, wobei häufig zwischen dem Priener Hut und dem Aschauer Hut unterschieden wird. Der Priener Hut hat meist eine Zylinderform und eingearbeitete Goldquasten, während der Aschauer Hut diverse Formen annehmen kann.

Die jungen unverheirateten Mädchen tragen handgearbeitete Röcke, die in den Farben schwarz, grün oder weinrot gehalten sein können. Diese werden mit einer weißen Bluse kombiniert. Die Dirndlschürzen weisen meist hellere Farben wie hellblau, rosa oder lindgrün auf. Sie verleihen den Trachten einen frischen und lebendigen Look. Die Röcki, auch Röckigwand gennant, sind hingegen die Tracht der verheirateten oder älteren Frauen. Sie bestehen aus schwarzer Seide und sind oft hochgeschlossen. Dazu werden schwarze, blickdichte Strümpfe getragen, die die Eleganz der Tracht unterstreichen.


Fazit


Die Chiemgauer Trachten sind nicht nur Ausdruck einer traditionellen Lebensweise, sondern auch ein bedeutendes kulturelles Erbe, das die Menschen der Region stolz präsentieren. Die Liebe zum Detail, die Handarbeit und die Verwendung natürlicher Materialien machen diese Trachten zu einem beeindruckenden Beispiel für traditionelles bayerisches Handwerk. Sowohl die Herren- als auch die Damenmode verbinden Eleganz mit rustikalem Charme und symbolisieren auf beeindruckende Weise die Schönheit der Alpenregion.

In einer Zeit, in der die moderne Mode oft von Massenproduktion und Einheitslook geprägt ist, sind die Chiemgauer Trachten ein wunderbares Beispiel für den Wert der Tradition und Individualität. Sie erinnern uns daran, dass unsere Wurzeln und kulturelles Erbe eine Quelle der Inspiration und Stolz sein können.

Fränkische Trachten: Einblicke in die traditionelle und moderne Tracht Frankens

Die fränkische Tracht hat über die Jahrhunderte hinweg eine faszinierende Entwicklung durchgemacht, die bis heute anhält. Die Verbundenheit zur Tradition und regionalen Identität ist in der fränkischen Tracht deutlich sichtbar. Ob bei Volksfesten, Festumzügen oder anderen feierlichen Anlässen, die Trachten erfreuen sich großer Beliebtheit und sind ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes Frankens.
Sie verbindet Menschen über Generationen hinweg und schafft ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Durch die Bemühungen von Trachtenvereinen und Forschungsstellen wird die fränkische Tracht auch in Zukunft lebendig bleiben und die Schönheit und Geschichte Frankens weiterhin repräsentieren. Entsprechend schauen wir von Chiemseer-Dirndl uns die Fränkische Mode etwas genauer an.

Ursprung der Fränkischen Tracht


Die Wurzeln der fränkischen Trachten reichen zurück in die Zeit des Barock. Die Trachten sind geprägt von einer kleinteiligen Vielfalt, die sich aufgrund der konfessionellen Mischung der Bevölkerung im Fränkischen Reichskreis ergibt. Die Trachten unterscheiden sich in Charakter und Farbgebung, wobei die Trachten der Katholiken in der Regel farbenprächtiger und auffälliger sind als die in den evangelischen Gebieten. Dennoch teilen sie einige Gemeinsamkeiten wie das Tragen von Miederrock und Schürze bei den Frauen sowie den Frankenhut als Dreispitz und ein geknotetes Halstuch bei den Männern. Es gibt zahlreiche Kopfbedeckungen und bunte Kopftücher in der fränkischen Trachtenvielfalt.

Merkmale der Fränkischen Tracht für Herren

Die Männertracht in Franken ist im Vergleich zur Frauenkleidung eher einheitlich. Traditionell tragen Männer einen Frankenhut in Form eines Dreispitzes, der mit Kordel und geknotetem Halstuch ergänzt wird. Westen und lange Leibröcke sind charakteristisch für die Herrentracht. Kniehosen, entweder aus Stoff oder Leder, vervollständigen das Männergarderobe. Die Trachten der Männer sind meist schlichter gestaltet als die der Frauen, aber dennoch repräsentativ und traditionsbewusst.

Merkmale der Fränkischen Tracht für Damen


Im Gegensatz zur Männertracht ist die fränkische Tracht für Frauen wesentlich aufwändiger und farbenfroher. In ganz Franken werden Mieder und Schürze getragen, oft mit doppelreihigen Knöpfen auf der Corsage, die spitz zuläuft. Im Sommer wird die Tracht mit einem bunten Schultertuch ergänzt, während im Winter die langärmelige Jacke getragen wird.
Im Unterschied zum bayerischen Dirndl werden fränkische Trachten nicht geschnürt. Stattdessen sind die aufwendig gestalteten Corsagen und Schultertücher typisch für die Damen-Tracht in Franken. Die Fränkischen Trachten der Frauen sind ein wahres Kunstwerk und spiegeln die regionale Vielfalt und Tradition wider.

Moderne Fränkische Tracht

Die klassischen fränkischen Trachten gerieten im Laufe der Zeit in Vergessenheit, insbesondere nach der politischen Union mit Bayern. Die Trachtenvereine in Franken pflegten hauptsächlich die bayerische Gebirgstracht, während die fränkische Tracht in Vergessenheit geriet. Ab den 60er Jahren begannen jedoch immer mehr Trachtenvereine in Franken, die alten Trachten der Regionen wiederzubeleben. Dabei wurden die alten Schnitte und Formen oft an die Gegebenheiten der Moderne angepasst.
Ein Zentrum der fränkischen Tracht ist das ehemalige Reichsdorf Sennfeld bei Schweinfurt, wo auf den Sennfelder und Gochsheimer Friedensfesten traditionell fränkische Tracht getragen wird. In den letzten Jahrzehnten wurde in vielen Gegenden Bayerns versucht, lokale Trachten und Eigenheiten wiederzubeleben oder historische Traditionen in Erinnerung zu rufen. Die Trachtenforschungs- und -beratungsstelle des Bezirks Mittelfranken setzt sich unter dem Stichwort „Pro Tracht“ dafür ein, das Bewusstsein für regional geprägte Kleidungsweisen zu stärken und zu verbreiten, um eine neue fränkische Identität zu schaffen. Dabei werden historische Trachten oder deren Elemente funktional und gestalterisch an die heutigen Gegebenheiten und Tragegewohnheiten angepasst, um eine zeitgemäße, tragbare Tracht zu kreieren.

Fazit

Die fränkische Tracht zeichnet sich durch ihre Vielfalt und regionale Prägung aus. Durch die historischen und religiösen Hintergründe unterscheiden sich die Trachten zwischen katholischen und evangelischen Gebieten sowie innerhalb der Regionen und Städte. Die Männertracht ist vergleichsweise einheitlich, während die Frauenkleidung aufwändiger und farbenfroher gestaltet ist. Trotz regionaler Unterschiede und Anpassungen in der modernen Zeit bleibt die fränkische Tracht ein wichtiges kulturelles Erbe, das Identität und Gemeinschaftsgefühl stärkt. Die Wiederbelebung und Pflege der fränkischen Tracht durch Trachtenvereine und Forschungsstellen trägt dazu bei, diese traditionelle Kleidung lebendig zu erhalten und in die Zukunft zu tragen. Die fränkischen Trachten sind nicht nur ein Stück Geschichte, sondern auch Ausdruck der regionalen Vielfalt und kulturellen Identität Frankens. So bleibt die fränkische Tracht auch in der modernen Zeit ein faszinierendes und traditionsbewusstes Kleidungsstück, das die Menschen mit Stolz tragen und weitergeben.

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Der Charivari

Das Wort Charivari (gesprochen Schariwari) hat seinen Ursprung im Französischen und bedeutet so viel wie „Katzenmusik“ oder „Durcheinander“. Ein klassischer Charivari wird vor dem Hosenlatz der Trachtenlederhose getragen und war ursprünglich ein Talisman für die Jagd. An ihn hängte man Kümmerer, Hornscheiben, Edelsteine, Münzen, Tierpfoten, Dachsbärte oder Zähne der erlegten Tiere.
Viele Frauen tragen ebenfalls gern den beliebten Charivari. Dieser ist jedoch etwas filigraner gearbeitet und besteht mitunter aus so genannten „Erbsenketten“. Bei der Frauenvariante werden keine Jagdtrophäen angebracht, denn historisch bedingt gingen sie nicht auf die Jagd. Es handelt sich beim Charivari für Frauen ursprünglich um eine Abwandlung des Charivari für Männer.

FÜR DEN MANN

Der Mann trägt klassisch zur Lederhose nicht nur ein Trachtenhemd sondern auch einen Janker. Dieser kann aus Schafswolle, Leinen oder Mischgeweben gefertigt sein. Je nach Verwendungszweck lassen sie sich als leichter Sommerjanker oder wärmende Übergangsjacke tragen. Ebenso wird oft eine Trachtenweste dazu getragen. Die Weste kann aus verschiedenen Stoffen gefertigt sein und wird mit einem klassischen weißen Hemd, meist mit Biesen, kombiniert. Bei Jankern wie auch Trachtenwesten sind jegliche Farbkombinationen möglich, solange sie zur Stickerei der Lederhose passen. Festlichen Varianten sind deutlich aufwendiger gestaltet und zum Teil auch mit aufwendigen Mustern bestickt.
Neben Janker, Trachtenweste und den passenden Haferlschuhen trägt Man(n) zur Lederhose einen Trachtenhut mit Gamsbart oder Spielhahnfedern, Trachtenstrümpfe oder Loferl/Loiferl und einen Charivari. Zudem finden die Männer in unserem Trachtengeschäft auch Trachtenkrawatten und wunderschöne Trachtengürtel. Die typischen großen Gürtelschnallen zeigen traditionelle Motive der bayrischen Geschichte und Kultur, wie den bayerischen Löwen oder einen Hirschen.

FÜR DIE FRAU

Es sind die kleinen Details und das passende Zubehör, die den perfekten Dirndl Look ausmachen. So kann die Wahl der Dirndlbluse darüber entscheiden in welche Richtung das Outfit gehen soll: süß und verspielt oder doch klassisch-elegant. Lange Ärmel und hochgeschlossen oder schulterfrei mit Herzal-Ausschnitt?
Ebenso wichtig wie die Wahl der Bluse ist die Dirndlschürze. Für eine schlichtere Kombination empfehlen sich einfarbige oder ton-in-ton gehaltene Schürzen.
Für den festlichen Anlass Dirndlschürzen aus edlem Taft, leicht schimmerndem Jacquard oder Seide. Diese dürfen dann etwas opulenter ausstaffiert und aufregender gemustert sein.

Neben Dirndlbluse, Dirndlschürze und den passenden Trachtenschuhen sind auch die Accessoires, wie Kropfband, Trachtentuch, Brosche und Trachtenkette wichtig, um den Trachten Look perfekt zu machen. Bei den Damen erfreuen sich besonders das Kropfband und die Kropfkette großer Beliebtheit. Der Kropfschmuck ist ein am Hals eng anliegendes, oft mehrreihiges Perlencollier mit einer verzierten Brosche in der Mitte. Es kann ebenfalls aus einem Samtband in verschiedenen Farben gefertigt sein, verziert mit Perlen, Schmucksteinen oder Stickereien. Auch klassische Trachtenketten oder Broschen findet man oft und gerne an der Tracht. Fransentücher mit aufwändigen Mustern gehören ebenfalls zur Tracht und umspielen das Dekolleté der Frauen. Im Sommer schmücken sie, im Winter halten sie warm. Die Tücher sind meist aus edler Seide hergestellt und wunderschön verziert.

Vom Charivari bis zur Dirndlbluse

Für das perfekte Trachtenoutfit gibt es einiges an Zubehör. Ein schicker Trachtenjanker, die richtige Dirndlbluse oder eine schöne Trachtenkette verleihen dem Outfit den letzten Schliff. Sowohl für Männer als auch für Frauen gibt es eine schöne Auswahl an passendem Zubehör und Accessoires mit teilweise sehr alter Tradition.

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Chiemseer Dirndl & Tracht

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